2025
Inhalt
- Baronie Herwig, Teil 3
- Hafenstadt Karthmar, Teil 4
- Stumpf
- Der Seebund (Baronie Teil4)
- Weg nach Buchtmünde, Teil 1

Baronie Herwig Teil 3 (05.04.2025)
Spielort:
Bericht von Taron
Gruppe: Xariv, Milamber, Aprum, Rowinja, Taron, Rook, Gisla, Amlug, Raul, Tyra
Die Pookha hat Wort gehalten, wir haben es geschafft und sind wieder aus dem Wald heraus. Kurz musste ich innerhalten, denn ein Ruf von Elayoe erreichte mich. Sie berichtete mir, was die andere Gruppe bislang erlebt hat und ihre weitere Planung. Was ich dabei über Kelvin erfuhr gefiel mir nicht wirklich. Aber ich habe gelernt, dass jeder eine Chance verdient, so wie ich sie ja auch einst bekommen habe. Dennoch sah ich es als meine Pflicht die anderen darüber zu informieren. Wie sie darauf reagieren bleibt in ihrem Ermessen.
Dann ging es weiter an den Feldern vorbei und wir erreichten wieder die Baronie.
Am Tor gab es keine Wache mehr und auf dem Marktplatz war auch nicht wirklich viel los. Nur noch ein Bettler und ein paar Marktbesuche waren da, aber kein Markt. Die Vogelscheuchen hatten gute Arbeit geleistet.
Also schauten wir uns erstmal weiter um und sprachen mit Christine. Sie erlaubte uns alles, was sie aus dem Archiv retten konnte, noch einmal zu begutachten und zu lesen. Hier erhofften wir uns Lösungsmöglichkeiten, um der Baroness zu helfen. Ich half ihr eine Truhe nach Draußen zu tragen und Milamber und ich machten uns ans Lesen. Pergamente über diverse Kräuter zeigten schon mal eine Möglichkeit wie man eine Fae anlocken konnte und wie man die Halluzination vom Baron vielleicht beseitigen könnte. Außerdem fiel uns noch ein Forschungsbericht über magische Wesen in die Hände, der noch einiges über Fae zu berichten wusste.
Tatsächlich fanden wir hier auch Berichte über Geschichten, die unserem Problem ähnelten und so langsam reifte ein Plan in meinem Kopf. Ich besprach es mit den anderen. Wir mussten versuchen eine Pookha hier her zu locken. Aber wie? Wir brauchten einen Namen. Nach langem Überlegen viel mir wieder einer ein Tiiia. Ok, den Namen haben wir. Was noch. Bestimmte Kräuter und Süßkram locken Pookha an. Wegen den Kräutern fragten wir den Koch Olaf. Er hatte welche und gab mir die gewünschten.
Zwischenzeitlich bekamen wir noch mit das besagter Olaf den Baron immer mit einem Kräutertee versorgte. Könnte es sein das gerade dieser Tee die Halluzinationen beim Baron hervorriefen. Wir wollten Gewissheit und Rowinja war bereit als Testperson mitzumachen. So ließ sie sich vom Koch auch solch einen Tee geben und trank ihn aus. Schon kurze Zeit später meinte sie Rowin zu sehen und mit ihm zu sprechen. Das bestätigte unsere Vermutung. Ok, jetzt brauchten wir etwas, um das wieder rückgängig zu machen. Das wollten wir dann auch dem Baron verabreichen, wenn wir seine Baroness hier herrufen konnten.
Anhand beschriebener Kräuter aus dem Archiv konnte Xariv eine Mischung herstellen die, zu einem Tee gekocht, die Halluzinationen verschwinden ließ.
Wir schafften es Tiiia anzulocken und mit ihr Spiele zu spielen. Dann ging es weiter, zusammen mit ihr versuchten wir den „traurigen Schmetterling“ Baroness Cilia anzulocken. Wir gaben dem Baron den neuen Kräutertee und er besann sich das seine Baroness verschwunden war. Mittels seiner Traurigkeit und unseren Rufen konnten wir sie zu uns locken. Blieb noch das größte Problem. Wie bringen wir sie dazu ihren Mantel (Flügel) wieder auszuziehen? Wie war das in den Geschichten. Sie musste sich schmutzig fühlen, um ihn auszuziehen und sich zu waschen.
Wir probierten alles Mögliche. Ich nahm sogar den Mantel vom Bettler und wollte ihn ihr umlegen, aber der Geruch war so heftig, dass ich mich übergeben musste. Das hat man davon, wenn man so eine gute Nase hat.
Hätte ich nur vernünftig weiter- und zu Ende gelesen. Christine meinte ob da nicht irgendwas im Buch zu stand. Und tatsächlich, im Kapitel über RedCabs stand, dass man sie mit Salz bewerfen muss, damit sie sich schmutzig fühlen. Gesagt getan. Das brachte den Erfolg und der Baron konnte seine Baroness wieder in die Arme schließen.
Jetzt konnten wir beratschlagen, wie es weitergeht. Erstmal werden wir hier noch die Nacht verbringen und dann morgen früh in Richtung der Pilzmarschen aufbrechen. Tiiia konnten wir ein Verprechen abringen uns durch den Wald auf den richtigen Weg zu bringen.

Hafenstadt Karthmar, Teil 4 (31.05.2025)
Spielort:
Bericht von: Kelvin
Gruppe: Kelvin, Reo, Mo, Malfenion, Qwäx, Benjen, A-Nee, Ananda, Bruder Tack, Talia, Elayoe
Gefunden und Verloren - einer zum Preis von Zweien
Wir waren auf dem Weg nach Kathmar, um jene aufzulesen, welche abhanden gekommen waren.
Dabei reisten wir mit einem Lehrer der NekromantenSchule, sein Name war Melivor.
Wir hatten Nira und den Ihren davon erzählt, dass der Bürgermeister der Stadt gegen Geld
mehrmals zurück ins Leben geholt wurde. Dies war etwas, welches in ihrer Schule nicht toleriert
wurde.
Kurz bevor wir die Stadt erreichten kam Quäx aus dem Unterholz gestolpert. Wir fragten ihn wo er
gewesen sei, doch er wusste es selber nicht so genau. Wie sollte er auch? Dieser Kontinent war für
uns alle fremd. Quäx erzahlte uns, dass er die Städte gemieden hatte und auf der Suche nach Gwen
war. Vielleicht hatte ihn unser Geruch zu uns geführt. Die Vorstellung hatte etwas Unterhaltsames.
Als wir in Kathmar ankamen, wirkte alles so vertraut und doch anders. Eine trübe Stimmung schien
auf dem Ort zu liegen. Das erste Mal als wir hier ankamen, erklang die Stimme der Arena Meisterin
und verkündete lautstark den bevorstehenden Kampf. Doch nun war davon nichts mehr zu hören.
Wir hatten Adhara damals von hier befreit und mitgenommen. Es kam mir vor als hätten wir die
Hauptattraktion des Jahrmarktes entführt.
Hier war es auch, wo wir den Nekromanten Aran trafen und von hier aus ging es zu Nira und ihrer
Schule. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, dabei war es erst wenige Tage her.
Von dem einst geschäftigen Treiben war nichts zu sehen als wir den Marktplatz erreichten.
Dafür wurden wir von Bruder Tack empfangen, der schon auf uns gewartet hatte.
Ohne Umschweife teilte er den versammelten Gefährten mit, dass er und Talia sich liebten und uns
zukünftig nicht mehr begleiten würden, um stattdessen in Kathmar als Heilkundler zu leben. Als
weiterer Grund für ihre Entscheidnung führte er auf, dass der Ursprung meiner Kräfte und seines
Glaubens nicht Hand in Hand gehen könnten.
Ich war schockiert über seine Offenbahrung und versuchte mit ihm darüber zu sprechen.
Ich erklärte ihm, dass meine Magie schon immer ihren Ursprung in der Nekromantie hatte. Mit
dieser Art von Magie war es mir einst auch möglich gewesen, uns feindlich gesinnte Untote zu
Staub zu zermahlen. Er hielt an seiner Entscheidung fest und beharrte darauf, dass es auch andere
Wege geben müsste.
Ich versuchte ihm zu sagen, dass es Wahnsinn sei, auf diesem Kontinent zu bleiben und dass er und
Talia sich schnell als Tribut bei den Elfen sehen könnten. Doch an dieser Stelle versicherte er mir
nur, dass er Vertrauen in seinen Gott hatte.
Ich sprach alles aus, was ich auf dem Herzen hatte. Über mangelndes Vertauen in der Vergangenheit
in unsere Gruppe, mir oder Reo. Ich befragte ihn zu seinem Glauben und der Tatsache, dass er einen
Dämonen als Begleiter hatte. All diese Dinge sprach ich aus, in der verzweifelten Hoffnung ihn zu
überzeugen, bei uns zu bleiben.
Es stellte sich dabei heraus, das Tack jene Ereignisse anders in Erinnerung hatte als ich.
Letztendlich aktzeptierte ich seinen Willen, mir blieb auch nichts anderes übrig. Ich würde
niemanden zwingen mit mir zu gehen, alle taten dies freiwillig. Ich sagte Tack zum Abschied noch,
sollten er oder Talia ihr Leben in irgendeiner Mine beenden, sollten sie nicht mir die Schuld dafür
geben.
Ich verließ ihn und begab mich ins nahe gelegene Gasthaus, wo viele der Anderen es sich schon
gemütlich gemacht hatten.
Bei einem Tee nahm ich eine köstliche Speise ein, welche uns von der Wirtin aufgetischt wurde.
Ich sah wie Malfenion mit einem Händler namens Hinnack ins Gespräch kam.
Hinnack hatte in Kathmar Rast gemacht um sich zu stärken. Ich hörte wie er sagte, dass er auf dem
Weg zu einem Ort namens Stumpf wäre.
Er erwähnte dabei auch, dass er Geleitschutz brauchen würde, da es auf den Sraßen wohl Probleme
mit Wegelagerern gäbe.
Dies überraschte mich sehr. Zum Einen waren wir noch keinen begegnet und zum Anderen nahm
ich an, die Elfen oder die menschlichen Herren hätten hier alles unter Kontrolle.
Dem schien nicht so zu sein.
Als wir uns soweit ausgeruht hatten, berichtete die Wirtin uns, dass vor einger Zeit eine andere
Gruppe im Gasthaus gewesen wäre.
Die Gruppe hatte allen Anschein nach nicht mit den Bewohnern gesprochen, dafür aber
ungewöhnlich viel gegessen. Die Wirtin meinte: "Wie die Schweine."
Nach einiger Zeit kam der Nekromant Melivor zu mir und teilte mir mit, dass er mit
Untersuchungen anfangen möchte und ob ich ihm dabei nicht helfen wollte. Der Bürgermeister war
vielleicht ein Wiedergänger.
Ich erklärte mich bereitwillig dazu.
Er erkundigte sich bei mir ob ich Magie bei anderen Lebewesen erkennen könnte. Ich verneinte
dies.
Magie mittels Meditation an einem Ort erspühren war mein Talent. Jedoch nicht bei Personen.
Melivor sprach davon, mir eine Technik beizubringen, welche er das dritte Auge nannte. Diese
Technik ermöglichte es, Auren zu sehen.
Ich war überrascht darüber, wie schnell ich diese Technik erlernte.
Um mich besser zu konzentrieren, nahm ich meinen Fokus in die Hände und setzte mir die
Schädelmaske auf.
Reo stand dabei immer in unserer Nähe. Ich nahm an, dass er auf mich aufpassen wollte. Mir war
aber auch bewusst, dass er zu anderen Handlungen fähig war, sollte ich etwas tun, was er als
frevlerisch betrachten könnte.
Melivor wollte, dass ich mir die Auren der Lebenden ansah. Er erklärte, dass Untote oder
Wiederkehrer eine andere Aura hätten. Um die Untersuchungen von Melivor zu beschleunigen, bot
Reo an, dass seine Novizin Mo einen kleinen Platz innerhalb der Stadt weihen könnte. Sollte der
Bürgermeister untod sein, so könnte er diesen Platz nicht betreten.
Während die beiden ihre Vorbereitungen trafen, machte ich mich bereit, alles durch das dritte Auge
zu betrachten.
Jedoch konnten wir nichts besonderes bei dem Bürgermeister feststellen, er schien einfach nur ein
Mensch zu sein. Während Melivor mit ihm darüber sprach, stritt der Bürgermeister ab, jemals
wiedergeholt worden zu sein.
Nach diesem Geschehen gesellte sich Malfenion der Elf zu mir. Schnell lenkte er das Thema darauf,
dass wir die andere Gruppe über unseren Fortschritt informieren sollten.
Quäx geseellte sich gerade zu uns, als der Elf mir mitteilte, dass er durch Elayoe in der Lage wäre
mit Taron Kontakt aufzunehmen.
Allerdings war eben diese im Wald unterwegs, ungewiss wann sie wieder kommen würde.
Der Goblin bot Malfenion an, ihm zu helfen indem er die Kraft der großen Kröte durch Malfenion
fließen lassen würde, damit der Elf mit Taron den Kontakt aufnehmen könnte.
Wir begannen mit der Durchführung, jedoch geschah nichts. Entweder war die Macht von Quäx
nicht stark genug, oder Malfenion sträubte sich dagegen. Ich wollte etwas ausprobieren und
berührte Malfenion an den Schultern, ließ meine Magie durch ihn strömen.
Malfenion schüttelte sich vor Kälte, doch er schien augenblicklich mit Taron in Kontakt zu treten.
Ich konnte jedes Wort verstehen, welches die Zwei miteinander sprachen, hielt mich jedoch mit
eigenen Kommentaren zurück.
Taron teilte Malfenion seine Überraschung mit, als er so direkt von ihm kontaktiert wurde. Dann
tauschten die Beiden sich über die Ereignisse aus, welche sich bislang ergeben hatten. Es wurden
kurz meine wiederentdeckten Fertigkeiten gennant und das Verhalten der Bewohner gegenüber den
Elfen.
Taron berichtete uns von der Baronie und dem Seebund. Zu diesem erfuhren wir, dass man den
Mitgliedern des Bunds nicht vertrauen konnte. Taron sagte weiter, dass er und die Anderen sich auf
den Weg in die Pilzmarsche machen würden.
Bevor Malfenion noch mehr berichten oder weitere Fragen stellen konnte, brach er den Kontakt ab
und befreite sich von meinen Händen. Er wirkte sichtlich erschöpft und ihm schien kalt zu sein.
Nach kurzem Zögern halfen Quäx und ich ihm ins Gasthaus zurück, die dortigen Einheimischen
erkundigten sich sofort nach seinem Zustand. Ich spielte die Sache ein wenig herunter, da ich nicht
offenbaren wollte, was ich getan hatte. Ich wollte unsere Fertigkeiten nicht offenbaren. Außerdem
konnte ich nicht abschätzen, wie die Bewohner reagieren würden, sollten sie erfahren wie ich mit
einem Elfen umgehe.
Zu einem anderen Zeitpunkt erkundigte ich mich bei A-Nee und Reo, wie sie zu ihrem Glauben
gekommen waren. A-Nee hatte früher Bücher gelesen und sich dann freiwillig dem Glauben an
Basthet verschrieben. Bei Reo war es anders, er wurde auf Grund einer regionalen Tradition zum
Glauben gebracht. Die einzige freie Entscheidung war, welchem Gott er folgen wollte
Und ich? Mit dem Glauben an Götter hatte ich bisher nicht viel zu tun gehabt, und belächelte jene
die dies taten. Aber bei allem was mir wiederfahren war, konnte ich das Göttliche nicht als
Irrglauben abtun.
Ich dachte über meine neu erworbenen Fähigkeiten nach und auch wie leicht sie mir von der Hand
gingen. Ich fragte mich, ob es an diesem Ort lag und der Aktzeptanz für die dunklen Künste, oder
ob ich diese Macht schon immer in mir trug.
Kurz fragte ich mich, ob der Gott Velet sein Augenmerk auf mich gerichtet hatte, jedoch verwarf ich
diesen Gedanken sofort wieder. Ich hatte erst kürzlich von diesem Gott erfahren und würde erst
noch mehr über ihn in Erfahrung bringen müssen. Über den Umgang mit ihm, Rituale und ... nun
auch Gebete.
Malfenion riss mich aus meinen Grübeleien, er hatte sich scheinbar soweit wieder erholt.
Er teilte mir mit, dass ein Fremder in die Stadt gekommen war und es sich im Gasthaus bequem
gemacht hatte. Dieser Fremde schien einen sehr großen Appetitt zu haben. Ich entschied, dass es
ratsam sein könnte, sich ihn einmal anzusehen.
Wir fanden den fremden Mann tatsächlich im Gasthaus. Als wir eintrafen war er gerade dabei, sich
große Mengen Essen und Trinken einzuverleiben. A-Nee hatte sich zu dem Mann gesetzt und
versuchte durch ein Gespräch mehr über ihn heraus zu bekommen. Allerdings zeigte der Mann
mehr Interesse an dem Essen als an ihr.
Der Bürgermeister kam ebenfalls ins Gasthaus, offenbar wollte er sich den Fremden auch einmal
genauer anschauen. Von Melivor fehlte jede Spur.
Ich erkundigte mich bei dem Bürgermeister nach dem Seebund und erfuhr etwas über die Fehde
zwischen dem Bund und der Baronie. Es schien dabei um eine Stadt zu gehen, welche von beiden
Seiten beansprucht wurde. Von dem Bürgermeister und den anderen Bewohnern erfuhr ich, das sie
die Menschen und Händler des Seebundes mieden und keine Waren von ihnen handelten.
Ihre übertriebene Betonung wirkte auf mich eher wie heuchlerisches Getue, frei nach dem Sinn
"Was der Baron nicht weiß..."
Ich bemerkte, dass Quäx mit dem Fremden ins Gespräch kam. Dabei enthüllte der Vielfraß einen
blauen Stein, welchen Quäx in die Hände nahm um ihn sich genauer anzuschauen. Während ich den
beiden zusah, kam plötzlich ein Mann in den Raum und setzte sich mir gegenüber. Er stellte sich
mir als Magister Theodosius vor. Während unseres Gespräches erfuhr ich, dass er der ehemalige
Heiler des Ortes war und seine Stelle an Tack und Talia abgegeben hatte, da er Kathmar verlassen
wollte.
Er hatte gehört das wir Wanderer wären und fragte mich auch direkt ob er sich uns anschließen
dürfte. Offenbar glaubte er nicht das seine Stellung als Heiler ihn vor den Tributforderungen der
Elfen retten würde. Es war ein Seltsames Gespräch, da ich ein ähnliches früher am Tage mit Tack
geführt hatte. Wir sprachen noch ein wenig, jedoch erzählte ich ihm nichts davon wie gefährlich so
ein Unterfangen sein konnte. Doch da wir Tack und Talia verloren hatten und einen Heiler
benötigten willigte ich schließlich ein. Es schien mir von Vorteil zu sein, einen Einheimischen in der
Gruppe zu haben.
Später am Tag versuchte Quäx Kontakt mit Gwen aufzunehmen. Ich unterstütze ihn bei diesem
Vorhaben auf die gleiche Weise wie ich zuvor Malfenion half, indem ich meine Magie durch den
Goblin schickte. Er verfiel in eine Art Trance und sein Bewusstsein schien zu einem anderen Ort zu
wandern, denn er rief immer wieder den Namen von Gwen.
Er verkraftete meine Magie ein wenig länger als Malfenion. Dabei hatte ich den Eindruck, dass er
sehr viel Leid ertragen würde um wieder mit Gwen zusammen sein zu können.
Als er aus seiner Trance zurückkehrte, berichtete er mir von einem kalten Ort und dem Geräusch
von Glocken.
Nachdem er sich ein wenig erholt hatte, fragte er bei den anderen Gefährten, ob sie so einen Ort
kennen würden.
Der einzige der so einen Ort kannte war Rumo. Er erzählte, dass sein Heimatort in einer Region von
Schnee und Eis lag.
Aber auch er konnte nichts genaues zu dem Ort oder den Glocken sagen, welche Quwäx ihm
beschrieb.
Später erreichte mich die Nachricht, dass es einigen anderen gelungen war, ein paar Informationen
von dem Vielfraß zu erhalten. Man teilte mir mit, dass der Fremde zu einer Art Weltuntergangskult
gehörte.
Dabei ging es darum, dem großen Schlund Nahrung in Form von anderen Lebewesen und Magie zu
opfern. Ihr Glaube ging soweit, dass zu einer bestimmten Zeit der Heiland aus dem Schlund
hervorkommen würde, um seine Gläubigen zu erretten. Während des Gesprächs teilte mir
Malfenion mit, dass sich der Fremde stark für Qwäx interessieren würde und schon dem einen oder
anderen unserer Gruppe einen blauen Stein zum anschauen gegeben hatte.
Wir stellten daraufhin die Theorie auf, dass der Stein vielleicht in der Lage wäre, Magie in anderen
Personen zu entdecken. Malfenion schien der Gedanke nicht sonderlich zu behagen. Sicherlich lag
dies daran, dass er den Stein auch in den Händen hatte und als Elf ein magisches Wesen war.
Dies reichte mir als Warnung, den Stein auf keinen Fall in die Hände zu nehmen.
Ich schlug vor, dass wir unsere magischen Begleiter vor dem Fremden schützen sollten.
Gegen Abend bemerkte ichwie der Fremde aus dem Wirtshaus verschwand. Ich folgte ihm etwas
und erkannte, dass er den Ort verließ.
Mit etwas Sorge um diesen seltsamen Kult, ging ich in das Gasthaus zurück.
Als ich dort eintraf hörte ich, wie Malfenion und Reo über den Glauben philosophierten.
Es klang für mich, als wollte Malfenion den Glauben an das Göttliche dahingehend schmälern, dass
Magier oftmals auch sehr mächtig waren und fälschlicherweise als Götter verehrt wurden.
Reo indessen versuchte Malfenion geduldig den Unterschied zu erklären.
Allerdings schien der Elf nicht wirklich daran interessiert zu sein, sich belehren zu lassen.
Er machte ständig spitze Bemerkungen und wollte Reo ärgern.
Bevor das Gespräch aus dem Ruder laufen konnte, mischte ich mich ein.
Ich sagte zu Reo, dass Malfenion nur ein unbelehrbarer Ketzer wäre und dieses Gespräch nur mit
Reo führen würde um den Glauben an Boron und die Götter zu verunglimpfen. Ferner sagte ich,
dass Malfenion für seinen Unglauben eh nur in die Hölle gehen würde. Reo schien sich mit dieser
Aussage zufrieden zu geben, denn er lächelte leicht und die Disskusion darüber fand ein Ende.
Bevor wir uns zur Nachtruhe begaben, kamen wir noch mit dem Händler Hinack ins Gespräch und
erklärten uns bereit, diesen zu dem Ort Stumpf zu eskortieren.
Reo wollte keinen Lohn für diesen Dienst, Malfenion dagegen einen überteuerten Satz. Ich
entschied das Hinack unsere Unterbringungen bis Stumpf übernahm. Sollte er mit unserem Dienst
zufrieden sein, wären wir gegen eine kleine Entlohnung nicht abgeneigt.
Wir gingen an dem Abend zu Bett und machten uns am nächten Tag, gemeinsam mit unserem neuen
Gefährten, Medicus Theodosius, auf den Weg.
Bericht von: Bruder Tack und Medicus Theodosius
Gruppe: Kelvin, Reo, Mo, Malfenion, Qwäx, Benjen, A-Nee, Ananda, Bruder Tack, Talia, Elayoe
Abschiedsworte von Bruder Tack
Ich hörte, dass meine ehemaligen Gefährten in der Stadt sind, was mich aber nicht bewegt. Weder will ich von ihren letzten Erlebnissen hören, noch mich ihnen wieder anschließen. Talia - die ich nun offiziell meine Gefährtin nenne - und ich haben ein neues Leben in Kathmar begonnen. Ein neuer Medicus für die Stadt wurde gesucht, woraufhin ich mich bei Bürgermeister Theobald beworben habe und angenommen wurde. Eine privilegierte Stellung, die mich außerdem mit ziemlicher Sicherheit davor bewahrt, als Tribut für die Elben ausgewählt zu werden.
Vakra werde ich weiter in meinem Herzen tragen, obwohl ich keinen Kontakt mehr zu ihm habe. Ich spüre noch, dass er da ist, aber er antwortet mir nicht mehr. Das muss ich hinnehmen als Folge meiner neuen Ausrichtung. Nun ja, das Leben ändert sich und ich kann als Medicus der Stadt weiter Gutes tun. Talia wird mich dabei mit ihren Tränken unterstützen.
Neuanfang von Medicus Theodosius
Schon einige Zeit genügt mir meine Aufgabe nicht mehr, in der Arena von Kara die Toten für einen neuen Kampf zusammen zu flicken. Ich will Abenteuer erleben, aus Kathmar herauskommen! Außerdem befürchte ich zunehmend, dass ich als Tribut für die Hohen Herren ausgewählt werden könnte.
Daher ergriff ich die Gelegenheit, zu einer Gruppe Kontakt aufzunehmen, die neu in Kathmar eingetroffen ist. Eine außergewöhnliche Mischung von Wesen, die mich neugierig machte. Ein Goblin unter Menschen, ein reisender Nekromant, ein Hoher Herr, der nicht aus unserer Welt ist, ein Kämpfer für eine Gottheit, die mir unbekannt ist, eine Frau, die Katzen anbetet und ein Krieger, der ein Söldner zu sein scheint. Von den ersten beiden habe ich schon Näheres erfahren. Diese Gruppe will nach Stumpf reisen und nimmt mich mit! Hurra!! Sie haben zusammen schon einiges erlebt, von dem ich nicht weiß, aber schon noch erfahren werde. Wichtig ist, dass ich den Eindruck habe, dass sie füreinander einstehen und mich vor Angriffen von Wölfen und anderen beschützen werden. Also auf ins Abenteuer!

Spielort:

Bericht von Medicus Theodosius
Gruppe: Kelvin, Reo, Mo, Malfenion, Qwäx, Benjen, A-Nee, Ananda, Medicus Thedosius, Elayoe
Aufregender Anfang meines neuen Lebens
Mit meinen neuen Gefährten begleitete ich den Händler Hinnack nach Stumpf. Auf dem Weg dorthin wurde es gefährlich, denn wir mussten uns mit Wegelagerern auseinandersetzen. Dank der Kampfkraft meiner Gefährten konnten wir sie aber in die Flucht schlagen. Dabei wurde ich gleich gebraucht, hatte ich doch meine ersten Einsätze im Verbinden von Wunden.
In Stumpf nächtigten wir in Zelten in der Nähe des Gasthofes, da dieser keine freien Zimmer hatte. Wirtin war eine resolute Frau namens Mia. Als ich mich am nächsten Morgen dorthin begab, hatte sie ein leckeres Pilzgericht zubereitet, von dem ich kostete. Dazu passend war dort auch der Pilz-Verkäufer Lars mit Ehefrau. Er bot einige recht sonderbare Exemplare mit noch sonderbareren Namen an. Auch eine Kräuter-Händlerin namens Leila war dort.
Kurz darauf kam Hinrich auf uns zu, der in der Nähe eine Grube ausgehoben hatte. Auf seinem Rücken sah ich eine große blutende Wunde. Als ich ihn darauf ansprach war er verwundert, hatte er doch davon selbst nichts bemerkt und auch keine Schmerzen. Als ich mich an das Verbinden der Wunde machte, gab ich ihm ein Beißholz, welches er aber nicht benötigte. Er spürte weder das Reinigen mit Branntwein noch das Ausbrennen mit einem glühenden Skalpell. So etwas hatte ich noch nie erlebt, denn beide Prozeduren sind äußerst schmerzhaft.
Nach dem Verbinden der Wunde wollte er weiterarbeiten, aber ich verordnete ihm Ruhe und geleitete ihn zu seiner Hütte. Vorher ließen sich meine Gefährten von ihm beschreiben, wo er gearbeitet hatte. Dort sahen sie eine spitze Wurzel aus dem Erdreich ragen, an der er sich verletzt haben musste. Sie nahmen eine Probe davon mit, um sie untersuchen zu lassen.
Inzwischen war Tabea, der Heilerin des Dorfes, aufgetaucht. Ich befragte sie gleich, wie sie arbeitete, war ich doch begierig nach neuem Wissen. Sie verstand sich auf die Zubereitung heilender Kräuter, die sie beim Verbinden von Wunden einsetzte. Daher, so sagte sie, brauche sie keine so groben Maßnahmen wie das Ausbrennen. Auch auf die Untersuchung nach alchemistischer Art verstand sie sich. Bei der Probe von der Wurzel konnte sie jedoch nichts Außergewöhnliches feststellen.
Kurz darauf verletzte sich Leila an einem Finger derart, dass sich schon rohes Fleisch darunter zeigte. Ich behandelte sie in der üblichen Weise, wobei auch sie keine Schmerzen empfand wie bei Hinrich. Langsam wurde es merkwürdig.
Dann sah ich nach Hinrich, der über zunehmende Hitze klagte. Ich versuchte, ihn mit nassen Tüchern zu kühlen, was aber nicht viel bewirkte. Daher erwarb ich bei Lars einige getrocknete Pilze, die seiner Behauptung nach beim Auftragen auf den Körper kühlende Wirkung haben sollten. Diese schob ich daher unter Hinrichs Tücher. Kühlende Wirkung schienen sie aber nicht zu haben.
Während ich noch bei der Behandlung war, kamen zwei Gefährten herein und durchsuchten die Habe von Hinrich, ob sich dort ein Anhaltspunkt für seinen Zustand finden lasse. Keine gute Idee! Hinrich war aggressiv und schrie, sie sollten seine Hütte verlassen Er erhob sich plötzlich von seiner Lagerstatt mit einem Messer in der Hand. Noch bevor ich reagieren konnte, rammte er es mir in den Bauch. Ich trug schwere Stichverletzungen davon, die ich jedoch erst nicht bemerkte, da ich keine Schmerzen hatte! Was geschah hier? Waren alle hier plötzlich unempfindlich für Schmerzen?
Zu meinem Glück befand sich Tabea in der Nähe und verarztete mich, wobei ich mit dem Rücken auf einen Tisch gelegt wurde. Mit Unterstützung gelangte ich auf einen Stuhl um mich zu erholen. Von Tabea bekam ich ein Schlafmittel und schlief gleich ein.
Wie lange ich so saß, kann ich nicht sagen. Als ich aufwachte bemerkte ich, dass Leila wie Hinrich über zunehmende Hitze klagte und wie wild mit einem Knüppel auf andere einschlug.
Dann wurde Hinnack auf eine Bank in meiner Nähe gesetzt. Kelvin sprach ihn an und machte irgendetwas mit ihm. Einige Zeit darauf starb Hinnack. Wie ich später erfuhr, waren auch Hinrich und Leila inzwischen gestorben. Dabei habe sich zusätzlich ein grausiger Anblick geboten, wie Mia erzählte. Sie habe die Beine von Hinrich in der Hand gehabt beim Versuch, seinen Leichnam aus der Hütte zu zerren. Kurz darauf sei er zu Asche zerfallen. Gleiches geschah bei Leila und Hinnack.
Nun fing es bei mir an, dass mir zunehmend heiß wurde und ich bald darauf den Drang verspürte, für Unruhe zu sorgen. Soweit es meine Wunden zuließen, stürmte ich zuerst auf Tabea, dann auf Lars mit einem Skalpell zu, weil ich überzeugt war, sie hätten mich vergiftet. Meine Gefährten konnten Schlimmeres verhindern, indem sie mich bewusstlos schlugen. Als die Bewusstlosigkeit nachließ, machte ich weiter und wurde wieder bewusstlos geschlagen. Schmerzen verspürte ich dabei immer noch nicht.
Als ich danach wieder zu Bewusstsein kam nahm sich Kelvin meiner an, indem er beruhigend auf mich einredete, während ich langsam aufstand. Ich wurde ruhiger, mein Wahnsinn legte sich und so konnte ich gerade noch dem Schicksal von Hinrich, Hinnack und Leila entgehen. Was dann geschah, bekam ich nicht mit, ich war wie in Trance.
Später erfuhr ich, dass der Heiler Elandur, der vor langer Zeit in Stumpf lebte, durch mich sprach. Er hatte ein magisches Messer besessen, mit dem er sogar operierte. Als seine Frau in den Wehen lag und das Kind nicht kommen wollte, habe er sie aufgeschnitten, um das Kind zu holen und sie dann wieder zuzunähen. Dabei waren Mutter und Kind gestorben, was er sich nicht verzeihen konnte. Daher war seine Seele bisher nicht in der Lage gewesen, ins Licht zu gehen.
Als ich wieder die Umgebung wahrnahm, führte Kelvin mich etwas abseits zu einer Kiste auf dem Boden. In dieser befand sich ein Messer, welches mit einem Stück Stoff umwickelt war, auf dem sich in Rot merkwürdige Zeichen befanden. Ich erfuhr, es handele sich um das magische Messer, mit dem Elandur früher operiert hatte. Dies war nun mit einem Fluch belegt, geschrieben auf dem Stoff mit roten Zeichen. Reo hatte eine Formel aus 5 Worten in einer mir unbekannten Sprache notiert, welche in der Lage sei, den Fluch zu bechen. Diese Formel müsse von einer Person - fehlerfrei - gesprochen werden, die mit dem Messer nur Gutes bewirken wolle, so dass das Messer diese als neuen Besitzer akzeptiere.
Ich wurde gefragt ob ich imstande sei, diese Person zu sein. Nach anfänglicher Verwunderung fühlte ich mich geehrt und bejahte dies. Ich versprach, ich würde das Messer nur zur Heilung einsetzen. Kelvin bekundete, dass er aufpassen werde, ob ich mein Versprechen hielte.
Ich las nun die Formel mehrfach und prägte mir besonders die Aussprache ein. Es gelang mir die Formel dreimal fehlerfrei aufzusagen und tatsächlich: das Messer akzeptierte mich, der Fluch darauf war gebrochen! Ich steckte das Messer vorsichtig ein. Welch eine Geschenk schon bei meinem ersten Abenteuer!
Auf dem Messer waren in Weiß Zeichen aufgebracht, die den roten auf dem Stoff ähnelten. Später bemerkte ich, dass diese Zeichen im Dunkeln leuchteten. Malfenion stellte fest, dass sich gute Magie in dem Messer befand, die allerdings schwächer war als früher.
Mir bot sich gleich eine Gelegenheit, mich von der Wirksamkeit des Messers zu überzeugen. Die Frau von Lars hatte sich eine Wunde am Bein zugezogen, die ich versorgte. Dabei stellte ich fest, dass sie besser heilte als üblich.
Da der Fluch gebrochen war, endete aber auch die Schmerzunempfindlichkeit. Alle Wunden und die Kopfschmerzen (vom Pömpfen) merkte ich und andere nun in voller Intensität! Zum Glück hatte Tabea ein wirksames pflanzliches Schmerzmittel, welches alle bekamen.
Bei dieser Gelegenheit merke ich an, dass die Heilpilze schon einige Zeit - bereits als ich noch in Karthmar war - nicht mehr zu erwerben waren. Auch Tabea besaß keine. Die Ernte in den Pilzmarschen war ausgeblieben. Vor dem Gasthaus war dazu eine Bekanntmachung des Seebundes angeschlagen, dass der Handel mit Heilpilzen verboten sei, um ein Horten und Preistreiberei zu verhindern.
Einige Zeit später geschahen merkwürdige Dinge. Unsichtbare Energien bewegten sich vor dem Gasthof, gingen durch Personen hindurch, die Kälte spürten. Gegenstände bewegten sich von selbst. Auffällig war, dass es sich um Gegenstände handelte, die mit Hinrich, Hinnack und Leila in Verbindung standen. Kelvin teilte mit, dass es sich um Geister handele, deren Seelen nicht ins Licht gehen könnten. Er könne aber mit diesen nicht sprechen.
Wir beratschlagten, was zu tun sei und kamen zu dem Ergebnis, dass wir mehr dazu wissen mussten. Vielleicht konnten Gefährten mit Bezug zu einer Gottheit Informationen von dieser bekommen? Wir wollten den Versuch wagen. Dabei konnte ich den anderen auch erstmals etwas zu meiner Beziehung zu Nelja Ovea mitteilen.
Für mich war es vollkommen neu, Nelja Ovea zu etwas zu befragen. Wie sollte das gehen? Dann hatte ich die Idee, dass ich mittels meines Amuletts in Trance gehen könne, so wie ich es sonst dazu nutzte, Erinnerungen bei anderen hervorzuholen. Tatsächlich funktionierte es! Nelja Ovea gab mir ein Bild, dass sie die Tür des Todes offen hielt für die Seelen, die ins Licht gehen wollten. Es gab jedoch ein Hindernis, welches diese daran hinderte. Mir zeigte sich eine Mauer, die schon teilweise eingestürzt war, aber noch fest genug um zu verhindern, dass die Seelen sie überwinden konnten.
A-Nee hatte - wenn ich mich recht erinnere - das Bild von drei goldenen Kugeln bekommen, die von einem Band zurückgehalten wurden. Was Reo und Kelvin von ihren Gottheiten erfuhren, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich nur, dass Kelvin ganz überwältigt war von der Erfahrung des Kontaktes. Er fragte sich, ob er alles richtig gemacht habe. Ich sagte ihm, dass es nicht auf die Worte ankomme, die man spricht, sondern ob man dabei aufrichtig, reinen Herzens, sei. Auch Tabea hatte ihre Gottheit angerufen, die große Mutter.
Wir kamen zu dem Schluss, dass es sich bei allen Bildern um denselben Hinweis handele. Die Seelen von Hinrich, Hinnack und Leila wurden von einem Hindernis aufgehalten ins Licht zu gehen. Durch die Bewegung der Gegenstände wollten sie auf sich aufmerksam machen. Das Hindernis konnte nur der ursprüngliche Fluch sein, der zwar hinsichtlich des Messers, aber nicht vollständig gebrochen war.
Nachdem wir andere Ideen verworfen hatten, entschieden wir uns für ein gemeinsames Ritual unter Beteiligung auch der Dorfbewohner, um den Fluch zu brechen. Jeder sollte nacheinander seine Gottheit um Unterstützung hierbei bitten und alle anderen würden ihre Energie jeweils dazu geben. So geschah es - und es hatte Erfolg! Das Stück Stoff mit den roten Zeichen verbrannte vor unseren Augen.
Nun galt es noch, die Seelen von Hinrich, Hinnack und Leila nachträglich zu bestatten. Dafür gingen wir auf den Friedhof des Dorfes und nahmen für jeden von diesen einen Gegenstand mit, der mit ihm in Verbindung stand: Für Hinrich den Beutel mit den von ihm gesammelten Gegenständen, einen Bierkrug aus dem Hendrick immer getrunken hatte und den Korb mit Kräutern von Leila.
Jeweils eine Person, die eine Beziehung zu einem von diesen gehabt hatte, sprach ein paar Abschiedsworte und Reo empfahl die Seelen seiner Gottheit. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Die Geister waren fort!
Lars prägte zu dem ganzen Geschehen einen Spruch, den er oft wiederholte: „So etwas haben wir in Stumpf noch nie erlebt“.
Als ich mich dann mit einigen anderen Gefährten in den Gasthof begeben hatten, tauchten zwei weitere Dorfbewohner auf, die sich außerhalb des Dorfes im Wald aufgehalten hatten: Der Schiffbauer Rolf und sein Kumpel Horst. Rolf erzählte, dass er ein Schiff von Trishafen aus einen langen Weg nach Norden an der Küste von Elessia entlang überführt habe. Im Norden sei es nicht so gefährlich und es gebe weniger Elben.
Horst besaß eine Karte von Elessia, die das uns bekannte Gebiet zeigte - die Baronie Herwig im Westen, den Seebund im Norden, Karthmar im Osten. Weiter östlich waren jedoch noch zusätzlich Stumpf, die Grafschaft der Bucht bis zum Hafen Buchtmünde, Trishafen und die Küste von Elessia ganz im Osten eingezeichnet. Horst bot diese Karte für 5 Kupfer zum Kauf an. Da Kelvin, der die Entlohnung von Hendrick für die Gruppe verwahrte, sagte, davon noch Kosten für Getränke und anderes bezahlen zu müssen, kaufte ich sie ihm ab - hatte ich doch noch aus Karthmar einige Münzen in meinem Geldbeutel.
Wir diskutierten dann, ob wir uns nach Norden zum Seebund oder nach Osten in Richtung Buchtmünde begeben sollten. Beides würde eine Reise von 6 - 7 Tagen bedeuten. Weiter nach Osten bis Trishafen wären es doppelt so viel Tage. Die Entscheidung erfolgte einstimmig für Buchtmünde.
Ich zog mich dann zur Nachtruhe zurück und dachte über den ereignisreichen Tag nach. Wer hätte gedacht, dass schon der Anfang meines neuen Lebens so aufregend sein würde und ich sogar einen magischen Gegenstand bekäme! Was wohl noch auf mich wartet?

Der Seebund (Baronie Herwig Teil 4 (11.10.2025)
Spielort:

Bericht von Taron
Gruppe: Xariv, Milamber, Aprum, Rowinja, Taron, Rook, Gisla, Amlug, Raul, Tyra
Die Pookha Tiiia hatte auch diesmal Wort gehalten und uns durch den Feen-Wald in Richtung der Pilzmarschen geführt.
Kurz nachdem wir den Grenzposten zum Seebund überquert hatten rasteten wir noch einmal und verbrachten die Nacht im Freien. Eine ruhige Nacht waren Rowinja und mir leider nicht gegönnt. Der Mondlauf zeigte wieder den Vollmond am Himmel und es viel mir deutlich schwerer den Wolf in mir im Zaum zu halten. Er wollte raus, wollte jagen...
Ich bat in der Nacht Rowinja wieder ob sie mich begleiten und beruhigend auf den Wolf einwirken könnte.
So kamen wir erst kurz vor dem Morgengrauen wieder zu den Anderen zurück und es blieb nicht mehr allzuviel Zeit zum schlafen.
Als wir dann weiter marschierten kamen wir zu einer Weggabelung. Dort konnten wir nur den linken Weg, Richtung Westrup, einschlagen. Der rechte Weg Richtung Seeheim wurde uns von Gardisten des Barons versperrt. Er sei nicht mehr sicher meinten sie. Also gingen wir links weiter. Etwas tiefer im Wald tauchten plötzlich komische Wesen auf. Sie sahen aus wie eine Mischung aus Mensch und Pflanzen. Irgendwie schienen sie uns zu verfolgen und zu beobachten. Also gingen wir etwas schneller um das nächste Gasthaus zu erreichen. Ich wurde das Gefühl nicht los das mir das irgendwie bekannt vor kam. Und dann fiel es mir ein. Raul hatte schon mal von solchen Wesen berichtet. Ihre Gruppe traf sie aber in der Nähe von Seeburg. Dann scheinen sie also nicht nur in unseren Landen unterwegs zu sein.
Wir erreichten ohne weitere Probleme das Gasthaus und wurden freundlich empfangen. Es war nicht wirklich viel los. Nur ein Adeliger, ein Jäger und die Frau eines Schäfers und ein alter Mann waren gerade da. Wir sprachen erstmal mit dem Wirt über die weitere Reisemöglichkeit. Leider gibt es nur den vorhandenen Weg nach Westrup. Erst von dort hatte man die Möglichkeit nach Norden in Richtung der Pilzmarschen abzubiegen. Ok, also erstmal hier rasten und weiter beratschlagen. Aus dem beratschlagen wurde aber nichts, da die Pflanzenmenschen nun auch hier auftauchten. Aber sie verhielten sich
weiterhin passiv und schienen wirklich nur zu beobachten. Nur? Nein, sie fingen plötzlich an einige von uns in ihren Bewegungen zu imitieren. Bis auf der Größte von ihnen. Er schien weiterhin nur zu beobachten. Ab und an sah man ihn aber auch wie er einen Baum berührte und nichts tat. Uns kam der
Gedanke das er vielleicht mit jemand oder etwas kommuniziert. Belegen konnten wir das aber nicht.
Ich sprach auch noch kurz mit dem alten Mann, dessen Name mir leider schon wieder entfallen ist. Er wollte nach Westrup, zu seinem Bruder und fragte ob er mit uns zusammen reisen könnte. Von mir aus sollte das kein Problem sein. Mal schauen was die Anderen dazu sagen. Mit dem Wirt wechselte ich auch noch ein paar Worte und es stellte sich heraus das er seine Frau vermisst. Sie war im Wald unterwegs und wollte Pilze sammeln. Sie hatte einen großen Korb mit weißem Tuch als Abdeckung bei sich. Moment, hatte ich nicht aus dem Augenwinkel solch einen Korb am Wegesrand liegen sehen? Nachdem ich die Anderen darüber informiert hatte beschlossen wir nochmal in den Wald zu gehen und nach ihr zu suchen. Wir fanden den Korb aber von der Frau war weit und breit keine Spur. Blutgeruch konnte ich auch keinen wahrnehmen. Ob das irgendwas mit diesen Pflanzenmenschen zu tun hat? Wir nahmen den Korb und gingen erstmal wieder zurück.
Kurze Zeit später tauchten schon wieder diese Pflanzenmenschen auf und sie versuchten weiterhin uns zu imitieren. Diesmal schon ein bißchen besser. Da sah ich wie der Große mit der Schäfersfrau hinter einen Nebengebäude verschwand. Mal schauen was da vor sich geht, dachte ich mir und folgte ihnen. Kaum war ich um die Häuserecke gebogen, sah ich die Frau am Boden liegen. Neben ihr stand der Große. Ich wollte ihr helfen und ging weiter. Der Große hob leicht den Arm und schien etwas zu versprühen. Da wurde mir auch schon schwarz vor Augen. Durch große Schmerzen wachte ich plötzlich auf und sah wie der Große mir gerade meinen dritten Finger brach. Was kurz darauf passierte weiß ich nicht mehr, mein Wolf wollte durchbrechen. Ich versuchte nur noch die Schmerzen zu ignorieren und ihn im Zaum zu halten. Dann hörte ich Rowinjas Stimme, die beruhigend zu dem Wolf sprach und so wahrscheinlich eine Katastrophe verhindert hat.
Als ich wieder einigermaßen klar denken konnte wurde mir bewusst das meine gebrochenen Finger in die unmöglichsten Richtungen zeigten. Xariv brachte sie mit einem Ruck wieder in die richtige Position. Den Göttern sei dank nicht zu spät, denn der Heilungsprozess hatte schon eingesetzt. Jetzt durften nur die Einheimischen nicht zu viel davon mitbekommen. Denn der Jäger und auch die Untergebenen des
Adeligen waren auf der Jagd nach Wölfen. Komisch nur, das wir bisher noch keinen begegnet waren.
Die Pflanzenmenschen zogen sich daraufhin zurück und wir gingen erstmal wieder ins Gasthaus. Wir beratschlagten kurz wie es weiter geht und kamen zu dem Schluß am nächsten Morgen nach Westrup weiter zu reisen. Ein Kartier hatten wir für die Nacht bekommen können. Da die Abklingphase des Vollmonds aktiv ist nahm ich mir vorsichtshalber ein Einzelzimmer.

Auf dem Weg nach Buchtmünde (01.11.2025)
Spielort:

Bericht von ???
Gruppe: Kelvin, Reo, Mo, Malfenion, Qwäx, Benjen, A-Nee, Ananda, Medicus Thedosius, Elayoe
